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Die Schwäbische Schöpfung

präsentiert von Opernwagen & Alte Musik am Bodensee e.V.

Samstag, 18. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Klosterrefektorium Roggenburg
Eintritt 15 Euro (erm. 12 Euro)
 
Karten unter www.alte-musik-am-bodensee.com oder an der Abendkasse erhältlich
 
Für diese Veranstaltung wird nach den aktuellen Regelungen ein 2G-Nachweis benötigt und es gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

 
 
 

Der liebe Gott schwätzt schwäbisch
Und damit nicht genug: er singt auch noch in Mundart... Zumindest in der komischen Kammeroper „Die Schwäbische Schöpfung" von Sebastian Sailer und Meingosus Gaelle aus dem Jahr 1796. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vergnüglicher Abend mit einem renommierten Ensemble, drei Gesangssolisten, historischen Instrumenten und viel schwäbischem Humor.
 
„Die Schwäbische Schöpfung" gilt als unübertroffenes Meisterwerk des Begründers der schwäbischen Mundartdichtung, des Prämonstratenserpaters Sebastian Sailer (1714-1777). Das Stück erzählt von der Schöpfungsgeschichte, von Adam und Eva, vom Sündenfall und der Verbannung aus dem Garten Eden. Sailer übersetzt die biblische Handlung dabei in den bäuerlich-schwäbischen Alltag seiner Zeit und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer an Gottes oft menschlichen Gedanken teilhaben („Adam, schwätz, sei it so faul, sonscht schlägt die Gott Vattr uf's Maul!"). Der Weingartner Mönch Meingosus Gaelle (1752-1816) hat „Die Schwäbische Schöpfung" im Jahr 1796 als Oper vertont.
 
Schon zu Lebzeiten erfreute sich das Mundartwerk großer Beliebtheit, trotz oder gerade wegen seines komödiantischen Umgangs mit den biblischen Figuren. Mit seinen Gedanken zu Alltagssorgen und Rollenbildern ist es stets erstaunlich aktuell geblieben.
 
Der englische Regisseur Martin Butler inszeniert „Die Schwäbische Schöpfung" in Roggenburg halbszenisch mit humorigem Charakter. Drei Gesangssolisten und das vierköpfige Originalklang-Ensemble „Société Lunaire" teilen sich dabei die Bühne vor dem Baum der Erkenntnis, gestaltet nach dem Werk der deutschen Scherenschnittkünstlerin Lotte Reiniger. Die Aufführung auf originalgetreuen Kopien historischer Instrumente (Flöte, Harfe, Bratsche und Cello) öffnet musikalisch das „Gartentörle zum Paradies" und lässt die Zuschauereinnen und Zuschauer den Protagonisten Eva, Adam und Gott ganz nahekommen.
 
Die Veranstaltung des Wangener Vereins „Alte Musik am Bodensee e.V." wird ermöglicht durch das Förderprogramm Landmusik des deutschen Musikrats.
 
Weitere Informationen unter www.alte-musik-am-bodensee.com.

 
 
 

Ensemble
Theresa von Bibra - Sopran (Eva)
Arndt Krueger - Tenor (Adam)
Ulrich Maier - Bass (Gottvater)
 
Société Lunaire
Regina Gleim - Flöte
Julia Krikkay - Viola
Annekatrin Beller - Violoncello
Maximilian Ehrhardt - Harfe
 
Martin Butler - Regie